Dienstag, 21. Dezember 2010

Au revoir, mon amie!

Aufruhr in der Modewelt: Carine Roitfeld verlässt nach zehn Jahren Arbeit den Chefsessel als Redakteurin der französischen „Vogue“. In den zehn Jahren vollführte sie nicht nur eine wunderbare Arbeit, sondern wurde zur Modeikone schlechthin. Der Schock sitzt tief. Das kann man auch in der Online-Community Facebook erkennen: Mode-begeisterte Mädels und Jungs schrieben hysterische Kommentare zu der Bekanntgabe ihres Rücktritts.
Roitfeld gestaltete die „Vogue“ erotischer und moderner als ihre Vorgängerin und wird von Designern wie Karl Lagerfeld und Jean-Paul Gaultier gefeiert. Sie gilt als immer stilsicherer Trendsetter und hat ein Gespür für neue, talentierte Designer. Ihren Rücktritt zum Januar 2011 begründete sie mit ihrem Wunsch an neuen Projekten zu arbeiten. Modekenner vermuten eine enge Zusammenarbeit mit Gucci-Kreativchef Tom Ford, mit dem sie auch ihre Karriere Mitte der 90er begann. Etwas Stichfestes ist jedoch nicht bekannt.

Unter ihrer Leitung hat die französische „Vogue“ Rekordergebnisse hinsichtlich Auflagen, Anzeigen und redaktioneller Qualität erzielt, so Jonathan Newhouse, Chairman von Condé Nast International.

Ich wünsche ihr dennoch alles Gute und viel Erfolg bei ihren neuen Projekten. Ich bin mir sicher, dass wir schon bald wieder in den Modezeitschriften von ihr lesen werden. Au revoir, mon amie.

Dienstag, 14. Dezember 2010

Stil des Monats - Jan Andrew


Jan Andrew, Anglistik/Amerikanistik Student an der Uni Mannheim trägt einen Mantel der Marke Allsaints.  1994 wurde diese Marke in London von Stuart Trevor gegründet. Zunächst waren die Kollektionen mit Ready-to-wear Kleidungsstücke für Männer besetzt, danach folgten Modelinien für Damen und Accessoires wie Schuhe, Taschen und Schmuck. Die Marke konnte sich im Laufe der Jahre eine weltweite Fangemeinde aufbauen und im Jahr 2011 soll auch Deutschland mit einer Filiale in Berlin in Angriff genommen werden. 
Der Stil der Marke ist unverkennbar und für mich würdig ihn zum "Stil des Monats" zu kühren. Taschen und Schuhe sehen aus als kämen sie aus der Prärie, von der Ranch oder von der letzten Rockband-Tour. Der rockige Used-Look ist Markenzeichen und  der Stil ist außerdem ein gekonnter Mix aus Military, Western, Rock and Roll, Country und Musicians-look, der dem Träger eine Dominanz, Männlichkeit und Mysteriösität verleiht.

Montag, 13. Dezember 2010

Aus dem Leben eines Fashionbloggers

II – Der Tragödie erster Teil von Nicholas

„Da steh ich nun, ich armer Tor, und bin so klug, als wie zuvor“ – große Worte eines großen Meisters. Auch, wenn der gute Goethe zugegebenermaßen nur wenig mit mir gemein hat: Dieser Satz geht mir an jenem Tag andauernd durch den Kopf. Dieser Tag, der Tag nämlich, an dem wir zum ersten Mal Models suchen waren. „Models“ – wie das schon klingt. Und überhaupt: Was ist eigentlich 'Style' und wer hat genug von ihm, um es in den Blog zu schaffen? Ach, großer Goethe, wäre ich doch nur in diesem Belange ein wenig klüger...

Zwei Wochen, nachdem wir Aufbau und Konzept der Seite fertig gestellt hatten, wagten Annka und ich uns das erste Mal auf die Straße. Mannheim sollte es sein – wie schwer könnte das schon werden? Dürfte doch nicht allzu kompliziert sein, an einem Tag zwei Dutzend gut angezogener Leute zu treffen – dann hätten wir bei einem Update pro Tag quasi für einen Monat ausgesorgt gehabt. Und Studenten, denen man ja gemeinhin eine gewisse Modeaffinität nachsagt, gibt es in Mannheim wohl auch zur Genüge. Summa Summarum also klang das – zumindest in der Theorie – doch echt vielversprechend…

Doch da standen wir nun, wir armen Tore – wie Goethe schon sagte – erschlagen von der erdrückenden Realität. Wir hatten uns im Vorfeld nur ein Ziel gesetzt: Gut sollte es aussehen. Doch natürlich ist „gut“ Geschmackssache und Recht machen kann man es sowieso nicht allen. Wir suchten jedenfalls Leute, die ein Gespür für Farben und Formen besaßen und damit modisch umzugehen wussten. Natürlich ist es ein komisches Gefühl, vom „Teil der Masse“ plötzlich zum selektierenden Medium zu werden; es lag nun schließlich in unserer Hand, wen wir auf der Seite haben wollten und wen nicht. Und hatten wir selbst überhaupt jenes Gespür? Durften wir uns dieses Recht denn überhaupt rausnehmen?

Und so liefen wir fragend einmal die Planken auf und ab, vom Wasserturm hoch zum Paradeplatz und wieder zurück. Was für uns von vornherein ein No-Go war, war der erdrückend einheitliche und daher stark uninspirierte Stil der neuzeitlichen Jugendbewegungen. Nicht, dass wir all diesen Menschen einen modischen Kombinationssinn, oder ein Gefühl für Formen und Farben absprachen, oder in klischeehaften Rastern dachten: Die Straßen waren einfach überfüllt von solchen jungen Menschen. Es ist schön für sie, dass sie einen Stil gefunden zu haben scheinen, in dem sie sich äußerlich repräsentieren und ausdrücken können. Aber etwas, das man zuhauf schon auf der Straße sieht, ist nicht mehr revolutionär und schon gar nicht mutig. Genau das Gegenteil unseres „Credos“, quasi.

Wir suchten mehr nach etwas Klassischem, kombiniert mit etwas Neuem, vielleicht noch eine Prise Gepflegtes mit dem nötigen Etwas. Und tatsächlich: nach zweistündigem Umherirren ein lauter Aufschrei. Dort, im Schuhgeschäft, schau ihn dir an! Ja, ich darf an dieser Stelle verraten: Annkas Augen funkelten. Wir hatten unser erstes Fashionmodel gefunden: Paul, Student an der Popakademie in Mannheim. Schicke, klassisch-anmutende Weste, gepaart mit einem aufreizenden Hemd, kombiniert mit einer farblich abgestimmten Hose und vollendet in mutigen Ledersandaletten. Ein Traum von einem Model!

Kurzerhand angesprochen, stieg Paul sogar sofort auf die Idee ein und ließ sich fotografieren. Was schön und gut war, denn nun hatten wir unser erstes Model im Kasten – man bedenke jedoch: nach zwei Stunden Suche! So manche im Vorfeld gemachte Illusion schien zu bröckeln. Zwar fanden wir an diesem Tag noch Patricia und Till – ebenfalls auf ihre Art ansprechend – doch, wenn man bedenkt, dass wir für diese drei Fashionmodels geschlagene vier Stunden unterwegs waren, wurde uns ziemlich schnell klar: Das wird ein hartes Stück Arbeit, was wir uns hier aufgebunden haben.

Denn eine Frage blieb auch am Ende des Tages ungeklärt: Was ist denn nun 'Style' und wer hat genug von ihm, um es in den Blog zu schaffen? Letzteres lässt sich jedenfalls schon mal beantworten: Nur die Wenigsten. Und das sage ich jetzt nicht von einem hohen Thron herab und spiele mich als Richter und Henker auf. So ist es nicht. Denn man bedenke eins: Im Grunde bin ich doch nur ein armer Tor und immer noch so klug, als wie zuvor. Danke, Goethe!

Dienstag, 7. Dezember 2010

Der Clown hat sich ausgelacht


Da ich überraschenderweise zwei Vip-Tickets gewonnen habe, hatte ich die Möglichkeit am Mittwoch zur Eröffnungs-Charity-Gala des Fashion Circus zu gehen. Die Erwartungen und die Vorfreuden waren groß, die Enttäuschung aber umso größer. Eine Panne nach der anderen folgte während des Eröffnungsevents und die Besucher verließen den Zirkus – im wahrsten Sinne des Wortes – früher als gedacht, sodass noch bevor die Catwalkshow zu Ende war, nur noch der Vip-Bereich gefüllt war. Meiner Meinung nach konnte es für die Veranstalter keine größere Pleite geben. Mein herzliches Beileid an dieser Stelle.
 Es waren weder Vips da, noch bekannte Namen aus der Mannheimer Gegend. Die Besucherzahl war gering und ohne warmen Wintermantel war man im Zirkuszelt verloren. Da kommt bei mir die Frage auf, warum sie extra einen Garderobenservice eröffnet haben? 
Der Veranstalter teilte mit, dass anscheinend ein paar LKWs mit Kleidungsstücken aufgrund des Schneechaos nicht rechtzeitig vor Ort sein könnten, sodass „ein paar“ Teile fehlen würden. Beim Besichtigen des Shopping-Bereichs war ich dann allerdings geschockt: Es war fast keine Kleidung vorhanden und wenn welche vorhanden war, dann war diese nicht mal ihr Geld wert… Petrus hat es mit dem Zirkus wohl nicht gut gemeint, könnte man jetzt sagen. Doch das war noch längst nicht die Krönung der Blamage.  
Kommen wir zum Lifewalk. Angesichts dessen, dass die Models hauptsächlich Tänzer waren (und diese nicht mal gute), war die Qualität des Lifewalks zum Wegschmeißen. Fremdschäm-Alarm im höchsten Maße. Obwohl ich auch ein Kompliment aussprechen kann, weil das Thema Zirkus mittels Gesichtsbemalung, Clowns usw. mehr oder weniger gut durchgeführt wurde, schien es, als ob die Choreographie noch am gleichen Tag wenige Stunden zuvor einstudiert worden wäre. Mehrere Models vertanzten sich: falscher Einsatz, Schritte in falsche Richtungen. Selbst ein Laie konnte erkennen, dass die Qualität heute keinen Ausgang hatte.  Nach der Lifeshow waren nur noch einzelne Personen anwesend und auch nach einem nochmaligen Durchgang durch den Shopping-Bereich musste ich traurig das Fazit ziehen:
Der Zirkus war eine Pleite und der Clown hat sich selbst ausgelacht.

Nach Berichten von Freunden wurde mir nachträglich erzählt, dass, obwohl versprochen worden war, dass insgesamt 50.000 Teile geliefert und jeden Tag neue Klamotten ausgestellt werden sollten, dies nicht der Fall war. Und am dritten Tag war anscheinend fast gar nichts mehr im Shopping-Bereich zu finden.
Klare Sache: Gute Idee, viel zu schlechte Ausführung. Der Zirkus wird Pleite gehen.

Dienstag, 30. November 2010

Fashion Circus – Deutschlands erste Roadshow für Markenware beginnt

Aufgepasst! Am 1. Dezember beginnt auf dem Maimarkt-Gelände in Mannheim ein einzigartiges Shopping-Event. Die Möglichkeit daran teilzunehmen besteht nur bis zum 8. Dezember. Kollektionen bekannter Marken werden hier für 50 bis 70 Prozent der Normalpreise angeboten und können von euch ergattert werden. Roadshow bedeutet, dass in mehreren Städten, deutschlandweit Markenware reduziert verkauft wird.
Die Eröffnung findet am 1. Dezember im Rahmen einer Charity-Gala statt. Aber nicht nur dieser langersehnte Wunsch von Mode-Liebhabern wird erfüllt – nebenbei bemerkt wird auch noch ein außergewöhnliches Unterhaltungsprogramm geboten – hingehen lohnt sich! Die dort verbrachten Stunden sollen laut Angaben des Veranstalters zu einem unvergesslichen Shopping-Erlebnis werden. Neben Laufsteg, Bars und Fotowand wird es auch Videoentertainment und einen DJ geben – klingt also nach viel Spaß! Musik und hochwertige Kleider für einen günstigen Preis – was will man mehr?
Ich bin mir sicher, dass auch ihr unter den 50.000 Kleiderstücken der Topmarken (von Calvin Klein bis Miss Sixty) etwas finden werdet!
Auch ich bin schon tierisch gespannt und werde nach der Veranstaltung an gewohnter Stelle für euch berichten. Vielleicht trifft man sich ja?! Eure Eindrücke könnt ihr mir natürlich auch per Mail schicken: adeline-face2face@web.de

Mittwoch, 24. November 2010

American Music Awards: kürzer, spitziger, eleganter

Am Wochenende wurden mal wieder Preise verliehen – diesmal die American Music Awards 2010. Was wir bisher von den roten Teppichen Amerikas wussten: die Sängerinnen haben schöne Beine. Doch noch nie zuvor wurden diese so penetrant zur Schau gestellt, dass man nicht mehr wegsehen konnte. Ich hab für euch drei im Gedächtnis bleibende Outfits herausgesucht.

Modeskandalnudel Miley Cyrus, die schon in letzter Zeit viele Titelblätter wegen ihres Imagewechsels zierte, stellt ihre braun-gebrannten Beine mit einem trägerlosen rosa-weißen Minikleid mit Schleife am Po und langer Schleppe zur Schau. 

Quelle: www.flensburg-online.de/blog/page/36


Katy Perry – die seit Kurzem verheiratete Schönheit – trägt ein rosanes Spitzenkleid mit glitzernden Elementen. Sehr elegant und trotzdem sexy. Und kriegt somit meinen Stempel: bestes Outfit des Abends.

Als nächstes werfen wir mal einen Blick auf „Germanys next Topmodel“ – Moderatorin Heidi Klum. Das sonst immer stilsichere Allround-Talent erlaubt sich meiner Meinung nach dieses Mal einen Fauxpas. Aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten. Ihr bodenlanges, schwarzes, durchsichtiges Spitzenkleid, durch das man ihr Höschen (!) sehen konnte, war meiner Meinung nach ein Fehltritt. Das Kleid erinnert mich eher an einen Raben oder eine Witwe als an ein Topmodel. Vor allem der rote, dünne Taillengürtel passt nicht zum Gesamtkonzept ihres Outfits und sieht eher unpassend als kohärent aus. Also Heidi, das kannst du auch besser!
Quelle: www.celebitchy.com

Welcher Star trug eurer Meinung nach das beste Outfit auf dem roten Teppich?

Dienstag, 16. November 2010

Aus dem Leben eines Fashionbloggers

Von Nicholas.


Teil I: Zwischen Illusion und Realität

Danke, oh du große, amerikanische Kaffeekette, die du mich an kalten und regnerischen Tagen wie diesem mit deinem warmen Trunk verköstigst. Die du mich wärmst – in guten, wie in schlechten Zeiten. Und mir das Gefühl gibst, dass sich auch an erfolglosen Tagen die Anfahrt doch irgendwie gelohnt haben mag. So wie heute.
Ein Tag, der einen nochmal wie mit einem Paukenschlag an seine Ideale und Ziele erinnert, während der Regen draußen sanft gegen die Scheibe klopft. Ein Tag, der einem Fragen stellt. Fragen, nach dem „Warum?“ und dem – nicht weniger bekannten – „Wieso?“. Der einem nochmal aufzeigt, wofür man das alles eigentlich mal auf sich nehmen wollte. Denn zugegebenermaßen habe ich mir das alles mal ganz anders vorgestellt...

Wir schreiben Ende Juli diesen Jahres. Eine drückende Hitze liegt über Heidelberg. Durch die Altstadt flanieren dutzende von Menschen, vollgepackt mit schweren Tüten, geziert mit Logos bekannter Modehäuser. Die Luft riecht förmlich nach einem anklingenden Sommerabend. Jeder Schritt wiegt schwer, jeder Atemzug braucht seine Zeit und in der Luft schwirren – im Saume des Lichts – ein paar Mücken umher. Ich stehe am Bismarckplatz und warte auf meine beste Freundin Ann-Kathrin, mit der ich mich auf einen Drink verabredet habe.
Neben mir hält eine Straßenbahn. Ein ganzer Pulk von Menschen versucht einerseits aus-, andererseits einzusteigen. In einem flüchtigen Moment fällt mir ein Mädchen auf, das gerade ausgestiegen zu sein scheint. Den Blick auf sie fokussiert laufe ich ihr nach und warte bis sie an der Ampel stehen bleibt. Selten zuvor ist mir ein Mensch wegen seines guten Modegeschmacks ins Auge gestochen oder wert gewesen, dass ich ihm nachlaufe. Doch an diesem Mädchen ist einfach alles perfekt. Und ganz nebenbei erwähnt: hübsch ist sie auch noch! Die Ampel schaltet auf grün und sie spaziert ihres Weges. Ich bleibe mit offenem Mund zurück.
Ein paar Minuten später setzen sich meine beste Freundin und ich in das Straßencafé jener amerikanischen Kaffeekette. Die Leute ziehen an uns vorbei und während wir Smalltalk halten, blicke ich die ganze Zeit um mich, ob das Mädchen von vorhin womöglich nochmal an mir vorbeiläuft. Da vorne, ist sie das? Nein, das war sie nicht… Aber vielleicht die, die da gerade um die Ecke bie... „Hey, hörst du mir überhaupt zu?“ Erschrocken blicke ich Ann-Kathrin an. Zeit für eine Erklärung.
Nachdem ich ihr von diesem Zwischenfall erzählt habe, schmunzelt sie nur und meint: „Die wäre was für einen dieser Modeblogs. Hättest du nicht Lust sowas auch mal zu machen?“ Und meine beste Freundin hätte diesen Titel nicht verdient, wenn ich sie nicht für solche Sätze lieben würde. Denn mit dieser Frage war die Idee geboren. Die Idee, gemeinsam einen Fashionblog zu gründen. Getreu großer Vorbilder wie „Stil in Berlin“, oder „Styleclicker“: Auf die Straße gehen und Leute suchen, die einen außergewöhnlichen Stil haben! Einen Stil, der sich von der Masse abhebt. Mutig kombiniert, auf dem schmalen Grad zwischen „unpassend“ und „revolutionär“.
Wie schwer kann das schon sein, dachten wir uns. Einmal im Monat auf die Straße gehen, in ein paar Stunden 30 Leute fotografieren und schön zusehen, wie die Community wächst. So könnten wir vielleicht das Modebewusstsein in Heidelberg stärken und ein aktiver Teil der lokalen Branche werden! Und wer weiß: Meiner Fotografenkarriere würde das eventuell auch gut tun, wenn sich so mein Name rumspricht.


Ja, zugegebenermaßen habe ich mir das alles mal ganz anders vorgestellt. Wie die Wirklichkeit eines Fashionbloggers aussieht, was für tolle Bekanntschaften wir trotz allem gemacht haben und welche Begegnungen mit Menschen man auf der Straße macht, werde ich allmonatlich in dieser Kolumne erzählen. „Aus dem Leben eines Fashionbloggers“ eben.
Mittlerweile hat es auch endlich aufgehört zu regnen. Ich trinke meinen Chai Latte aus, packe meine Kamera und ziehe erneut in den Kampf. Danke für die Unterkunft, oh du amerikanische Kaffeekette. Ich komme wieder – ganz bestimmt!

Freitag, 12. November 2010

Neuer Mitarbeiter: Nicholas!



Mein Name ist Nicholas, ich bin 20 Jahre alt und betreibe seit August 2010 einen Blog über Mode & Kultur, genannt Heidelberg Streetfashion. Mit über 10.000 Besuchern monatlich und einer stetig wachsenden Community kann ich auf einige Erfolge zurückblicken. Meine Erfahrungen auf der Straße und mit den Menschen dort, werde ich euch bei Face2Face in monatlichen Kolumnen präsentieren. Hauptberuflich bin ich als selbständiger Fotograf in der Fashion- & Beauty-Branche tätig, in Vorbereitung auf ein Studium zum Fotodesigner. Beste Voraussetzungen also um direkt aus der Szene berichten zu können! Falls ihr Fragen, Wünsche, oder Anregungen habt, schreibt mir einfach an nicholas-face2face@web.de!

Dienstag, 9. November 2010

Mäntel 2010/2011


Habt ihr etwa schon den perfekten Wintermantel gefunden? Eine schwere Aufgabe, die mir jedes Jahr aufs Neue die Nerven raubt. Und die Zeit drängt, denn die Temperaturen fallen von Tag zu Tag. Dabei gibt es eine riesige Vielfalt an Mustern, Längen, Schnitten, Farben und so weiter. Wenn ihr also noch immer auf der Suche seid, hab ich für euch hier die Stylingtipps der Wintersaison 2010/2011 parat:

Trendig ist in diesem Jahr auf jeden Fall der Militär-Look. Das heißt: Große Knöpfe und olivfarbene Jacken und Mäntel – für die starke, stilbewusste, emanzipierte Frau genau das Richtige.
Für diejenigen, die sich eher schlicht und eleganter kleiden wollen, sind Mäntel mit Rüschenbesatz eine Alternative. Für die Verspielten unter euch empfehle ich Karomuster, die zurzeit ebenfalls ganz groß im Kommen sind.

Kommen wir aber nun zu meinem persönlichen Favoriten und Gewinner dieser Saison: Kamelfarbene Trenchcoats, die sich jedem Event und (fast) jedem Kleidungsstil optimal anpassen. Zwar gehören sie wohl eher zur Sparte „Business-Schick“, doch man kann sie auch zu flachen Schuhen oder absatzlosen Stiefeln tragen.

Ich hoffe, ich konnte euch ein bisschen bei eurer Mantelsuche helfen! Habt ihr noch andere Manteltrends aufgespürt? Dann könnt ihr mir und anderen Lesern diese gerne in einem Kommentar hinterlassen.


Dienstag, 2. November 2010

Lanvin for H&M

Die neue Kollektion Lanvin for H&M steht in den Startlöchern. Jeanne Lanvin ist eine französische Modeschöpferin und weltweit als erfolgreiche Modedesignerin bekannt. Am 23. November sollen die neuen Stücke weltweit in 200 ausgewählten Filialen erhältlich sein. Doch um genau zu sein, wurde die Kollektion nicht von Lanvin selbst, sondern von dessen Art Director Albert Elvaz und Modedesigner Lucas Ossendrijver kreiert.

Auf den Bildern könnt ihr erkennen, dass die Kleider überwiegend schwarz sind und die Silhouetten aufregend betonen. Des Weiteren sind weibliche Volants, asymmetrische Schnitte und Drapierungen fast in jedem Stück vorhanden, wovon ich persönlich ein großer Fan bin. Die Stücke sind Kunst pur und heben sich von den restlichen Kollektionen ab.

Durch Lanvin erhält H&M nicht den Ruf einer Massenproduktion, sondern es wird (Gott sei Dank!) mal wieder auf Exklusivität und Individualität Wert gelegt. Die letzten Kollektionen waren monoton und ermüdend. Mehrere Kleiderstücke kamen immer wieder, wenn auch in einer anderen Farbe.

Deswegen bin ich schon sehr gespannt, ob die Lanvin-Kollektion in der Nähe von Mannheim erhältlich sein wird, da ich unbedingt ein paar Teile abstauben will. Außerdem bin ich auch neugierig darauf wie die Kollektion bei den Käufern ankommt, da die anderen Kooperation – beispielsweise mit Karl Lagerfeld – nicht wirklich die gewünschte Absatzsteigerung erreichen konnten.





Donnerstag, 28. Oktober 2010

Shopaholics aufgepasst!

Von: Tatjana (Rubrik: Tipps&Tricks)

Angesagte Vintage-Mode zum kleinen Preis, Brownies und Prosecco – das könnte der perfekten Mädelstag werden! Am Samstag, 30. Oktober, von 14 bis 19Uhr veranstalten Bloggerinnen und Shopaholics aus Mannheim mit Unterstützung der Social Shopping Plattform „edelight“ den ersten Mannheimer Mädchenflohmarkt am Hafenpark (Playa del Ma), Industriestraße 35. Ihr wollt mehr Infos? Ich habe vorab mit der 27-jährigen Bloggerin Julia gesprochen, die Mitglied im Orga-Team des Flohmarktes ist.

Tatjana: Seit wann bloggst du und wie heißt dein aktueller Blog?
Julia: Ehrlichgesagt blogge ich erst seit Januar diesen Jahres. Auf meinem Blog „Taschenqueen“ lasse ich mich über alle Arten von Handtaschen aus: Clutches, Satchels, Hobos, Shopper und so weiter – vor mir ist keine Handtasche sicher und ich hätte sie am liebsten alle!

Interviewpartnerin Julia
Tatjana: Hast du selbst einen Stand auf dem Flohmarkt und wenn ja, was bietest du dort an?
Julia: Ja, ich habe einen eigenen Stand. Bei mir gibt es jede Menge Schuhe, Accessoires und Klamotten. Ich habe meinen Kleiderschrank auf eine strenge Diät gesetzt und einmal querbeet alles ausgemistet, was ich nicht mehr trage.

Tatjana: Wie viele Stände wird es insgesamt geben?
Julia: Zurzeit sind 60 Stände angemeldet. Da wir unseren Flohmarkt erstmalig in Mannheim veranstalten, waren die Mädels auch dementsprechend zögerlich sich für einen Stand zu melden. Aber jetzt, wenige Tage vor Anmeldeschluss (28. Oktober) kommen wir kaum hinterher. Zum Vergleich: Bei unserem zweiten Flohmarkt in Stuttgart waren die Stände nach zwei Stunden alle vergeben.

Tatjana: Wie viele solcher Veranstaltungen gab es denn schon und wo?
Julia: Die Idee an sich ist nicht neu. Derartige Mädchenflohmärkte gab es auch schon in Berlin, Köln und Hamburg. Wir Bloggerinnen von „edelight“ haben bisher zwei Mädchenflohmärkte in Stuttgart mitorganisiert. Anfangs waren die Verkäufer auch nur Blogger. Dann kam die Nachfrage aus Mannheim und jetzt sind auch nicht-bloggende Mädels dabei, die ihre gebrauchte Kleidung loswerden und damit vielleicht noch jemanden glücklich machen wollen.

Tatjana: Wieso macht ihr euren Flohmarkt ausschließlich für Mädchen?
Julia: Jungs sind Second-Hand-Kleidung gegenüber oft eher abgeneigt. Die Mehrzahl der Mädchen hingegen erkennt, wenn ein Stück es wirklich wert ist – getragen hin oder her. Mädchen scheinen da einfach ein größeres Interesse zu haben.

Tatjana: Was wünschst du dir für Samstag?
Julia: Am meisten wünsch ich mir, dass eine gute Stimmung herrscht und alle ganz viel Spaß bei Shoppen haben. Liebend gerne würde ich auch selbst etwas einkaufen. Dafür werde ich als Mitglied des Orga-Teams und wegen meines eigenen Standes aber wahrscheinlich keine Zeit haben. Ich hoffe einfach mal, dass meine Freundinnen was Schönes für mich miteinkaufen!

Dienstag, 26. Oktober 2010

Der Norwegerpulli.

God dag! Die Skandinavier sind unter uns – oder um genauer zu sein: die Norweger! Nein, nicht die gutaussehenden, blonden – und ich betone nochmals – gutaussehenden Männer… Nein, der Norweger-Pulli! 
Die Norwegermuster erobern diese Saison die Kleiderschränke unserer Lieblingsstars. Rihanna, Rachel Bilson (O.C. California) und Co. können sich die Norwegermuster gar nicht mehr wegdenken. Nicht nur, dass sie uns in der kalten Jahreszeit ein bisschen Wärme schenken, sie sind auch ein passender, stilsicherer Begleiter im Alltag! Und wenn ihr jetzt denkt, ihr würdet bestimmt nicht an die zweihundert Euro für einen Norweger ausgeben wollen, habe ich hier schon eine Lösung für euch parat: Bei H&M könnt ihr ihn beispielsweise schon für 50Euro ergattern und auch beim Versandhaus Otto gibt es die Norweger Strickjacke mit Wickeloptik schon ab günstigen 35Euro.
Dieser Winter- und Herbsttrend gilt aber nicht nur für uns Frauen. Auch Männer können ruhig beim Norwegertrend zugreifen. Das Vorbild hierfür ist der immer modebewusst gekleidete Ed Westwick, „Chuck Bass" der amerikanischen Erfolgsserie „Gossip Girl".


"Chuck Bass" im Norweger-Cardigan (http://cdn.picapp.com/ftp/Images/7/e/e/5/Gossip_Girl_filming_b676.jpg?adImageId=3447934&imageId=6485386)


Das Muster gibt es natürlich nicht nur für Strickjacken und Pullis, sondern auch für Schals und Mützen. Somit lautet meine Devise: lasst ein bisschen Norwegen in eure Kleiderschränke – ob Weiblein oder Männlein und geht stilsicher und gewärmt in den Winter!

Vorstellung

„Mode vergeht nicht. Denn selbst wenn Mode aus der Mode kommt, ist das schon wieder Mode." – ein weiser Mann, dieser Karl Lagerfeld... Karl WHO? – Ja, Karl Lagerfeld! 
Und da ich einen großen Teil meiner Freizeit der Obsession Mode hingebe, denke ich, bin ich würdig euch in Sachen Styling und Trends auf dem Laufenden zu halten. Mein Name ist Adeline und ich studiere Germanistik und Philosophie an der Uni Mannheim und werde auch hier – live vor Ort – meine Augen bezüglich neuen Modetrends offen halten, um sie danach sofort an euch zu petzen ;-)


Bei Fragen, Kritik und Anregungen könnt ihr euch gerne an folgende E-mail-Adresse wenden: adeline-face2face@web.de